Kopfzeile

close

Kontakt / Service

Öffnungszeiten
  • Montag - Mittwoch
    • 08.00 – 12.30 Uhr
    • 13.30 – 16.30 Uhr
  • Donnerstag
    • 13.30 – 18.00 Uhr
    • Vormittags Termine nach Vereinbarung
  • Freitag
    • 07.15 – 13.30 Uhr
    • Nachmittags Termine nach Vereinbarung

Schule Kloten
Kirchgasse 7
8302 Kloten

Anfahrtsweg/Map

Inhalt

36 Jahre Engagement für die Schule Kloten

8. Juli 2021

Kloten ist eine gute Stadt – ich habe gerne hier gearbeitet und gelebt

"Wenn die Offiziere ausfallen, müssen die Unteroffiziere übernehmen", so das Kommando des damaligen Erziehungsdirektors, Alfred Gilgen im Frühling 1978. Helene Spillmann war damals 21 Jahre alt und Absolventin des Lehrerseminars. Anno dazumal hatte Zürich zu viele Primarlehrer. Deshalb übernahm die junge Lehrerin, mit dem Segen des Erziehungsdirektors, eine Realschule im Oberstufenschulhaus Spitz. "Ich unterrichtete damals alle Fächer. Ich musste in einem Kurs Löten und Feilen lernen, um Werken unterrichten zu können. Es war eine gute Klasse, aber es waren auch drei „sehr intensive Jahre", erinnert sich Helene Spillmann. Sie gönnte sich nach den drei Jahren eine kurze Verschnaufpause.

Danach unterrichtete sie drei Jahre DaZ an der Primarschule in Bülach. Nach einer kurzen Babypause startete Helene Spillmann im August 1985 als Nachhilfelehrerin in Kloten. Damals war das von zu Hause aus möglich. Als ihr zweiter Sohn in den Chinsgi kam, erhöhte sie ihr Pensum als DaZ-Lehrerin.

"Schon als Kind wollte ich Lehrerin oder Kinderärztin werden. Mein Vater war Lehrer. Es imponierte mir, wie er damals in der Stube am Pult sass und Klausuren korrigierte", sagt Helene Spillmann rückblickend. "Üben" konnte sie bei ihrer drei Jahre jüngeren Schwester, der sie das Lesen beibrachte.

Grosses Engagement für Kloten

Verändert hat sich in den 36 Jahren vieles: Die Beamer und Computer nahmen Einzug ins Schulzimmer und das Kritzeln der Kreide an der Wandtafel nahm stetig ab. Sie fragte sich manchmal, warum sie nicht Oberstufenlehrerin geworden sei, denn sie unterrichtete lieber Jugendliche, vor allem solange die eigenen Söhne noch Kinder waren. Ein Junge aus Südamerika sieht, dass seine Lehrerin ständig mit der linken Hand schreibt. Eines Tages sagte er zu Helene Spillmann: „Anfangs habe ich gedacht, dass in der Schweiz alle Lehrpersonen mit links schreiben."

"Ich habe meinen Job immer sehr gerne ausgeübt. Es freute mich, die schnellen Fortschritte der Schülerinnen und Schüler zu beobachten. Die Jugendlichen, welche neu nach Kloten ziehen und die Sprache noch nicht beherrschen, müssen begleitet werden – das ist sehr wichtig. Wenn sie nach einiger Zeit ab und zu vergessen, ins DaZ zu kommen, ist das für mich eigentlich ein gutes Zeichen, dann haben sie sich gut eingelebt und fühlen sich integriert."

Viele Jahre wohnte und arbeitete die engagierte Lehrerin gerne in Kloten und schätzt die Stadt. Sie war auch politisch aktiv, im Gemeinderat und später in der Fürsorgebehörde. "Ich gehe mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge“, sagt die 64-Jährige. Sie schätzte das Team und die Schülerinnen und Schüler. Pläne für ihre Zeit nach der Pensionierung sind genügend vorhanden: „Ich freue mich nach so langer Zeit, einmal in die Ferien zu verreisen, wenn nicht Schulferien sind. Dann freue ich mich darauf noch die Zeit mit meiner Enkelin zu geniessen, bevor sie in den Kindergarten kommt. Ich möchte mehr Zeit mit meinem Mann verbringen und mehr Zeit für Haus und Garten haben. Ausserdem sollten meine Hobbys in Zukunft auch nicht zu kurz kommen.“

Die Schule Kloten wünscht Helene Spillmann für den neuen Lebensabschnitt nur das Allerbeste, gute Gesundheit und bedankt sich für die jahrzehntelange Treue und das grosse Engagement zugunsten der Kinder und der Schule!

Helene Spillmann im Schulzimmer